german mouse and hamster club

Vereinssitz: Oberhausen/Rhld. VR 41634 Gründungsjahr: 2004
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Hinweise bzgl. einiger Überzeugungen im DMRM e. V.

Wenn auch das eine oder andere Mitglied des DMRM e. V. Halter oder im kleinen Rahmen Züchter sog. exotischer Mäuseartiger ist oder war, ist der Verein spezialisiert auf diejenigen Arten, die sich in das Zuchtkonzept der Rasse- und Standardzucht einfügen lassen.
Hierzu gehören die Farbmaus, der Syrische Hamster, die Farbratte sowie die Mongolische Rennmaus, wobei die beiden letztgenannten aktuell nicht im Verein gezüchtet werden. Die Förderung der Zucht von Zwerghamstern wird angestrebt, bedarf jedoch aufgrund der hohen Zahl an Diabeteserkrankungen sowie der Hybridenproblematik bei den Campbelli und Dsungaren noch einer eingehenden Prüfung durch versierte Züchter.
Wir züchten regulär Haustiere, keine Tiere, die man lediglich beobachten kann oder gar Wildformen bzw. keine Tiere, die ihrer Wildform (äußerlich) möglichst angeglichen sein sollen. Im gewissen Sinne züchten wir ebenfalls Nutztiere, wenn man denn Futtertiere unter diesen Begriff fassen möchte.
Haustiere und auch Nutztiere sind künstlich durch willentliche Zucht erzeugte Erscheinungsformen ihrer ursprünglichen Art mit vom Menschen gewollten Merkmalen und Eigenschaften.
Entsprechend arbeiten wir in der Zucht nach den Gesichtspunkten einer den Großteil der Menschen ansprechenden Ästhetik verbunden mit für ein Haustier nützlichen Eigenschaften.
Doch trotz dieser Kriterien verzichten wir im Gegensatz zu kommerziellen Züchtern oder auch manch privatem Hobbyzüchter deutlich auf die Zucht von bestimmten Raritäten oder Besonderheiten, an denen zwar viele Menschen Gefallen finden, die aber zweifelsohne in den Bereich der Qualzucht einzustufen sind. Diese Maßnahme verringert zwar den Anteil von an einem Beitritt im DMRM e. V. interessierten Züchtern, aber damit leben wir gern und gut.

Jede der von uns gezüchteten Arten weist eigene Zuchtvarianten auf, die basierend auf das Gutachten zur Auslegung von §11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen) in die Qualzuchtproblematik einzuordnen sind. Die willentliche Zucht welcher Varianten darum im DMRM e. V. verboten ist, finden Sie unter der Rubrik der jeweiligen Art.

Daneben gelten einige Zuchtausschlüsse artübergreifend, weil die entsprechenden Varianten generell gleiches oder ähnliches Leid bei den Tieren verursachen. Hierunter zählen:

  • Varianten ohne Fell (Nacktvarianten)
  • Varianten mit partiell fehlendem Fell (Patchwork)
  • Varianten ohne Schwanz (Manx)
  • Varianten mit verkürzten oder deformierten Schwänzen
  • Varianten, die u. a. zu einer nachteiligen Veränderung von Tasthaar und Wimpern führen (gelockte und langhaarige Zuchtvarianten in jeglicher Form der Ausprägung)

Warum lehnt der DMRM e. V. diese Varianten ab?

Tiere ohne Fell oder mit vermindertem Fell frieren selbst bei normalen Raumtemperaturen. Das Argument, dass sie als Haustiere kein Wärme regulierendes Fell benötigen ist haltlos. In der Forschung werden derartige Zuchtvarianten gar speziell mit energiereicherem Futter ernährt, um die Energieverluste bedingt durch die Nacktheit wieder auszugleichen. Außerdem zeigen Nacktvarianten häufig Verletzungen der Haut, die speziell durch das Zusammenleben mit Artgenossen entstehen (Kratzen, Beißen). In Ländern, die zum Beispiel das Ausstellen von Sphinxratten zulassen, werden die Tiere deswegen vor Ausstellungen wochenlang (oder gar generell) zur Einzelhaltung verdonnert, um mit unverletzter Haut dem Zuchtrichter vorgestellt werden zu können.

Der Schwanz unserer Mäuseartigen ist ein wichtiges Sinnesorgan. Er hilft, beim Klettern und Balancieren das Gleichgewicht zu finden und zu halten. Zudem drücken die Tierchen mit der Haltung ihres Schwanzes oder mit Schwanzbewegungen Artgenossen gegenüber Stimmungen und Warnungen aus. Außerdem soll ein Schwanz als Verlängerung der Wirbelsäule nicht deformiert sein und dies gilt sogar für den Stummelschwanz des Hamsters.

Mutationen, die gelocktes Fell beim Kleinnager verursachen, machen leider beim Fell nicht Halt, sondern führen gleichzeitig immer zu Veränderungen beim Tasthaar und bei den Wimpern. Die Tasthaare sind dünner, meist brüchig, sind gekraust, gelockt oder gewellt und wegen all dieser Faktoren insgesamt zu kurz. Alles Eigenschaften, die dieses wichtige Sinnesorgan in seiner Funktion stark einschränken. Ist die Lockenmutation zusätzlich mit einer Langhaarmutation kombiniert, ist das Tasthaar zwar nur noch gewellt bis sogar glatt, jedoch ist es noch immer stark nach unten verbogen, was zu Fehlreizungen des Tastsinnes führt. Die Wimpern lockiger Nager neigen dazu, in Richtung Auge zu wachsen und dieses permanent zu reizen, was im schlimmsten Fall zu chronischen Augenentzündungen führen kann.
Doch auch das Fell gelockter Varianten ist nicht normal zu nennen. Das Haar wächst vergleichsweise langsam und ihm fehlt es an der nötigen Dichte, was manchmal nur zu sehen ist, wenn die Tiere in Bewegung sind. Auch kann es vorkommen, dass Verwachsungen einzelner Haare kleine Hautabszesse verursachen. Bei der Rexratte ist die Lockenzuchtproblematik noch gesteigert, weil die Rexmutation in homozygoter Form Nacktheit hervorruft.
Langhaarvarianten sind im Vergleich weniger spektakulär, jedoch auch sie verändern das Tasthaar, indem sie es (je nach Ausprägung) mäßig bis übermäßig verlängern können. Auch ein gewisser "Wildwuchs" ist zu beobachten und vor allem ist das Tasthaar (auch im Augenbereich) nach innen verbogen. Die Tatsache, dass in langem Fell gern Streu, Kot und Urin haften bleiben, sind für das Wohlbefinden eines so kleinen Tieres ebenfalls nicht förderlich.

Wer im DMRM e. V. züchten möchte, sollte berücksichtigen, dass wir an dieser Stelle aus tiefster Überzeugung und kompromisslos im Sinne des Tierschutzes handeln.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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